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TabuSpoo
Tabus der bundesdeutschen Geschichte  (Eckart Spoo (Hg.))
Über Entstehen und Vergehen der DDR wird jetzt viel geforscht und publiziert. Unterbelichtet, fast ausgeblendet ist dagegen die Vor- und Frühgeschichte des übrig gebliebenen deutschen Staates, dem der andere beigetreten ist. Eine Tradition des Nichtwahrhabenwollens, des Beschweigens, des Verleugnens gehört zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Wie gelang nach 1945 die »Wiederherstellung der alten Macht- und Besitzverhältnisse«, die der DGB schon früh in seinem Grundsatzprogramm konstatiert hat? Die Selbstentnazifizierung der Eliten mit »Persilscheinen«, die man sich gegenseitig ausstellte, ist ebenso verdrängt und vergessen wie die heftigen politischen Auseinandersetzungen um die Richtung, in die sich Staat und Gesellschaft entwickeln sollten. Aber es lassen sich Spuren sichern und Erklärungen dafür finden, wie und weshalb vieles, was die Siegermächte im Potsdamer Abkommen festgelegt und wozu sich die Deutschen in ersten Parteiprogrammen und Länderverfassungen verpflichtet hatten, innerhalb weniger Jahre ins Gegenteil verkehrt wurde.

Taschenbuch, 248 Seiten, ISBN 3-9808137-4-6
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