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"Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede. Ich habe noch niemanden gekannt, der sich zur Stillung seiner Geldgier auf Erhaltung und Förderung des Friedens geworfen hätte.

Die beutegierige Canaille hat von eh und je auf Krieg spekuliert."

 

Carl von Ossietzky in der Weltbühne vom 8. Dezember 1931


Ossietzky, Zweiwochenschrift für Politik, Kultur, Wirtschaft, wurde 1997 von Publizisten gegründet, die zumeist Autoren der 1993 eingestellten Weltbühne gewesen waren – inzwischen sind viele jüngere hinzugekommen. Sie ist nach Carl von Ossietzky, dem Friedensnobelpreisträger des Jahres 1936, benannt, der 1938 nach jahrelanger KZ-Haft an deren Folgen gestorben ist. In den letzten Jahren der Weimarer Republik hatte er die Weltbühne als konsequent antimilitaristisches und antifaschistisches Blatt herausgegeben; das für Demokratie und Menschenrechte kämpfte, als viele Institutionen und Repräsentanten der Republik längst vor dem Terror von rechts weich geworden waren. Dieser publizistischen Tradition sieht sich die Zweiwochenschrift Ossietzky verpflichtet – damit die Berliner Republik nicht den gleichen Weg geht wie die Weimarer.

Wenn tonangebende Politiker und Publizisten die weltweite Verantwortung Deutschlands als einen militärischen Auftrag definieren, den die Bundeswehr zu erfüllen habe, dann widerspricht Ossietzky. Wenn sie Flüchtlinge als Kriminelle darstellen, die abgeschoben werden müßten, und zwar schnell, dann widerspricht Ossietzky. Wenn sie Demokratie, Menschenrechte, soziale Sicherungen und Umweltschutz für Standortnachteile ausgeben, die beseitigt werden müßten, dann widerspricht Ossietzky. Wenn sie behaupten, Löhne müßten gesenkt, Arbeitszeiten verlängert werden, damit die Unternehmen viele neue Arbeitsplätze schaffen, dann widerspricht Ossietzky – aus Gründen der Humanität, der Vernunft und der geschichtlichen Erfahrung.

Ossietzky erscheint alle zwei Wochen im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Berlin – jedes Heft voller Widerspruch gegen angstmachende und verdummende Propaganda, gegen Sprachregelungen, gegen das Plattmachen der öffentlichen Meinung durch die Medienkonzerne, gegen die Gewöhnung an den Krieg und an das vermeintliche Recht des Stärkeren.

Kein Hochglanzpapier, kein Farbdruck, keine Bilder.
Die Überschriften sind nicht größer als der Text.
Denn auf ihn kommt es uns an.
Klartext.
 

Redaktioneller Hinweis:

Das Online-Archiv der Zweiwochenschrift Ossietzky finden Sie unter:

http://www.ossietzky.net/archiv

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Auswahl von in Ossietzky erschienenen Artikeln Eckart Spoos zum Thema Presse:

Offener Brief an die Vorstände der Gewerkschaften, Parteien, Sozial- und Umweltverbände und Kirchenleitungen in Deutschland.
Rückblick auf das Symposium vom 18. Dezember 2011 in Hannover
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20.05.2019 - 19.30 Uhr
Ist die Ausgrenzung der hier lebenden Kurden verfassungsgemäß?
NIENBURG/Weser, Kulturwerk, Mindener Landstraße 20: Dialog statt Kriminalisierung. Referent: Dr. Rolf Gössner (Internationale Liga für Menschenrechte). Veranstalter: Kreisverband Die Linke/Nienburg-Weser
23.05.2019 - 9.30 Uhr
Autoritäre Wende? Demokratie und Grundrechte auf dem Prüfstand
FRANKFURT/M., Veranstaltungsort nach Anmeldung (s.u.) : Autoritäre Wende? Demokratie und Grundrechte auf dem Prüfstand (anlässlich 70 Jahre Grundgesetz). 10 bis 12 Uhr Podiumsdiskussion; ab 11:30 Uhr Einführungsbeitrag von Dr. Rolf Gössner (Internationale Liga für Menschenrechte): 70 Jahre Grundrechte: eine kritische Bilanz. Arbeitsgruppen: Berufsverbote (Anne Kahn/Kerem Schamberger), Extremismusklausel und Politische Bildung (Julika Bürgin/Kersten Neumann), Verschärfte Gesetze für Polizei und Verfassungsschutz (Adrian Gabriel/Maximilian Pichl), Einschränkung der Demonstrationsfreiheit am Beispiel G20 (Britta Rabe/Nathalie Meyer), Grund- und Menschenrechte im Kontext von Flucht (Prof. Marei Pelzer), Streikrecht heute (Florian Hartmann, IG Metall), Recht auf Wohnen (Conny Petzold/Annette Wippermann); 16:15 bis 17:30 Uhr Abschlussdiskussion "Die autoritäre Wende verhindern - demokratische Spielräume erweitern!" Veranstalter: lea - Bildungswerk der GEW Hessen. Weitere Informationen: www.lea-bildung.de . Nur mit Anmeldung unter: anmeldung@lea-bildung.de
28.05.2019
  • 19.00 Uhr - Auf dem Weg in den präventiv-autoritären Sicherheitsstaat?
    FREIBURG i.Br., Anatomie-Hörsaal der Universität Freiburg (Albertstraße 17): Auf dem Weg in den präventiv-autoritären Sicherheitsstaat? Rolf Gössner zu Polizeirechtsverschärfungen in Bund und Ländern. Veranstalter: Arbeitskreis kritischer Juristinnen und Juristen, Rote Hilfe.
  • 21.55 Uhr - »Fritz Bauer – Generalstaatsanwalt. Nazi-Jäger«
    21.55-22.55 Uhr. Der Sender arte zeigt die französische Filmproduktion (Regie: Catherine Bernstein).
29.05.2019 - 18.00 Uhr
Auf dem Weg in den präventiv-autoritären Sicherheitsstaat?
MARBURG, Kulturzentrum KFZ e.V., Biegenstraße 13, 35037 Marburg: Rolf Gössner zu den Polizeirechtsverschärfungen in Bund und Ländern. Veranstalterin: Bunte Hilfe Marburg.