Skip to content
Ossietzky-Signet

Herausgegeben von Matthias Biskupek, Rainer Butenschön, Daniela Dahn, Rolf Gössner, Ulla Jelpke und Otto Köhler

Begründet 1997 von Eckart Spoo

Menu
Ossietzky-Signet
Menu

In Gefahr und höchster Not …

bringt Coro­na­po­li­tik den Tod. Nein, ich bin weder Coro­na-Leug­ner noch Impf­geg­ner, son­dern ver­su­che alles mir Mög­li­che, eine Ansteckung zu ver­mei­den. Ande­re sind da weni­ger vor­sich­tig. »Wir erwar­ten«, ver­kün­de­ten Öster­reichs Frem­den­ver­kehrs­ex­per­ten, besorgt um die eige­nen Geld­ta­schen, »in die­sem Win­ter 15 Mil­lio­nen Gäste«. Kaum gesagt, began­nen in vie­len Regio­nen, in denen die Schnee­ka­no­nen schon hab-acht ste­hen und Ski/​Sessellifte und Seil­bah­nen auf Win­ter­tou­ri­stin und Win­ter­tou­rist war­ten, die Vor­be­rei­tun­gen, weil jetzt, hol­lo­dri­johh, geht’s bald los mit dem »Schie­fo­an«. Da bremst kein Kli­ma­gip­fel, wenn plötz­lich 15 Mil­lio­nen Men­schen den Alpen­raum stür­men, um dem näch­sten Stark­re­gen effi­zi­en­te­ste Alpen­re­gi­on­zer­stö­rung zu ermöglichen.

Aber dann kam das böse Virus, über­haupt nicht gebremst durch den FPÖ Chef Her­bert Kickl, der als Impf­geg­ner emp­fahl, das Wurm­mit­tel Iver­mec­tin (Arz­nei­stoff, der vor allem gegen Faden­wür­mer ein­ge­setzt wird) zum Schutz vor Ansteckung und zur Virus­ab­wehr ein­zu­neh­men. Ihm haben die eige­nen Gesund­heits­tipps nicht gehol­fen, Covid 19 hat ihn erwischt und nun kämp­fen im österr. Natio­nal­rat die FPÖ Man­da­ta­rin­nen und Man­da­ta­re tap­fer und ohne Mas­ken­schutz für eine impf­freie Viren­be­kämp­fung. In den Län­dern Ober­öster­reich und Salz­burg stie­gen die Inzi­denz­zah­len, Stand am 19.11.2021 im Land Salz­burg 1787 und in Ober­öster­reich 1666. Die bei­den Bun­des­län­der sind Pan­de­mie­spit­zen­rei­ter. Über die Rest­kom­pe­tenz in Sachen Virus­be­kämp­fung gibt fol­gen­de Zita­ten­aus­wahl Aus­kunft. Bis auf den Gesund­heits­mi­ni­ster Mück­stein gehö­ren die rest­li­chen Poli­ti­ker jener ÖVP an, die noch nicht sicher ist, ob sie tür­kis blei­ben oder wie­der schwarz wer­den will.

»Es will und braucht kei­ner einen Lock­down.« Ober­öster­reichs Lan­des­haupt­mann (Mini­ster­prä­si­dent) Tho­mas Stel­zer am 10. November.

»Es herrscht Einig­keit, dass rasch, klar und ent­schlos­sen gehan­delt wer­den muss.« Gesund­heits­mi­ni­ster Wolf­gang Mück­stein am 10. November.

»Viro­lo­gen hät­ten am lieb­sten, dass jeder Salz­bur­ger und Ober­öster­rei­cher im Zim­mer ein­ge­sperrt wird, weil die dann nix anstel­len kön­nen, sie wer­den dann halt an Depres­si­on ster­ben oder ver­dur­sten.« Salz­burgs Lan­des­haupt­mann Wil­fried Has­lau­er am 10. November.

»In Anbe­tracht der äußerst ange­spann­ten Infek­ti­ons­la­ge und auf­grund der Pro­gno­sen haben wir in enger Abstim­mung mit Exper­tin­nen und Exper­ten wei­te­re Maß­nah­men beschlos­sen, um einen Lock­down zu ver­hin­dern.« Has­lau­er am 11. November.

»Ich sehe nicht ein, dass zwei Drit­tel ihrer Frei­heit ver­lu­stig gehen, weil ein Drit­tel zau­dert. Für mich ist klar: Es soll kei­nen Lock­down geben der Geimpf­ten aus Soli­da­ri­tät für die Unge­impf­ten.« Kanz­ler Alex­an­der Schal­len­berg am 11. November.

»Ich will die Unge­impf­ten zur Imp­fung brin­gen und nicht die Geimpf­ten ein­sper­ren.« Schal­len­berg am 14. November.

Fazit: Ab 22.11.2021 gibt es einen Kom­plett­lock­down, der min­de­stens 20 Tage anhal­ten wird und auch Geimpf­te, ob zwei oder drei­mal, miteinschließt.

In Gefahr und höch­ster Not bringt Poli­tik den Virus-Tod. Wo bleibt der Mittelweg?