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Herausgegeben von Rainer Butenschön, Daniela Dahn, Rolf Gössner,
Ulla Jelpke und Otto Köhler

Begründet 1997 von Eckart Spoo

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Nachhaltigkeit

Es geht die Mär, Papier sei umwelt­schäd­lich und elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on sei umwelt­freund­lich. Schon der immense Strom­ver­brauch der in aller Welt ver­teil­ten Ser­ver­hal­len, die sich hin­ter dem schö­nen Mar­ke­ting-Begriff »Cloud« ver­ber­gen und die zum Teil die Aus­ma­ße meh­re­rer Fuß­ball­fel­der haben, soll­te die­ser Erzäh­lung gegen­über skep­tisch stim­men. Wei­te­res Was­ser in den schö­nen Wein der Nach­hal­tig­keit des Inter­net hat Felix Huber, Direk­tor am Deut­schen Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt gegos­sen. Er kom­men­tier­te Ende des letz­ten Jah­res in der FAZ die Plä­ne des ame­ri­ka­ni­schen Raum­fahrt­un­ter­neh­mens SpaceX, in den näch­sten Jahr­zehn­ten die Erd­ku­gel mit einem Netz von meh­re­ren tau­send Satel­li­ten zu über­zie­hen, um das Inter­net in der gan­zen Welt ver­füg­bar zu machen. Das, so Huber, wer­de die Gefahr von Kol­li­sio­nen anwach­sen las­sen. Die Trüm­mer die­ser Satel­li­ten wür­den dazu füh­ren, dass »der nie­de­re Erd­or­bit erst mal ver­müllt« wäre. Rake­ten, die mit erneu­er­ba­ren Ener­gien Satel­li­ten in den Welt­raum schie­ßen kön­nen, müs­sen wohl auch erst noch erfun­den werden.

Beei­len soll­te sich auch, wer roman­ti­sche Blicke in den ster­nen­über­sä­ten Nacht­him­mel liebt oder gar Fotos von ihm anfer­tigt. Bis­her flitz­ten vor den Wei­ten des Alls nur gele­gent­lich men­schen­ge­mach­te Satel­li­ten oder Sta­tio­nen wie einst die MIR und jetzt die inter­na­tio­na­le Raum­sta­ti­on über den Orbit. Künf­tig wür­de sich vor die Ster­ne, wenn die Plä­ne von SpaceX wahr wer­den, über den gesam­ten Glo­bus ein schach­brett­ar­ti­ges Raster legen, hin­ter dem dann erst die von Men­schen unbe­rühr­te Natur begänne.