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Ossietzky-Signet

Herausgegeben von Matthias Biskupek, Rainer Butenschön, Daniela Dahn, Rolf Gössner, Ulla Jelpke und Otto Köhler

Begründet 1997 von Eckart Spoo

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Zuschrift an die Lokalpresse

Da kann­ste nu saren, wat de willst: Die Maß­nah­men jejen det Coro­na­vi­rus machen eenem zwar det Leben schwe­rer als et sowie­so schon is, aba se ha‘m ooch ihre Vor­tei­le. So dich­te und so lan­ge ha‘m de Fami­li­jen ewich nich uff‘nander jekluckt. Jut, se ha‘m sich valeicht öfter in de Wol­le jekriecht als sonst, aba mehr Schlä­je­rei­en jab et mei­nes Wis­sens ooch nich. Hof­fent­lich blei‘m die Besuchs­ein­schrän­kun­gen noch bis nach Pfing­sten jül­tich, da ham wa sonst immer die jan­ze Misch­po­ke aus drei Bun­des­län­dern zu Jast! Det muss nich‘ sein. Aber wie man aus unser‘m Küchen­tisch een Büro­tisch zau­bern kann un aus de Bade­wan­ne een jro­ßen Papier­korb, det hät­te ick mir vor­her nich träum› las­sen. Und so oft hat de Fami­li­je sel­ten vor de Glot­ze geses­sen und zuje­kieckt, wie so een AfD-Frit­ze in de Bun­destachs­sit­zung sein‘ Bei­trach run­ter­je­schimpft hat. Et is ooch span­nend, mal zu sehen, wie sowat in de Jebär­den­spra­che umje­setzt wird! Det sieht ja fast aus wie een Fit­ness-Trai­ning! Kann et dabei ooch mal vor­komm‘, det sich eene Über­set­ze­rin dabei vaj­reift? – Mar­le­ne »Len­chen« Schnei­de­reit-Kaschu­be, Rent­ne­rin, 13587 Berlin-Hakenfelde