Ossietzky-Signet

Herausgegeben von Matthias Biskupek, Rainer Butenschön, Daniela Dahn, Rolf Gössner, Ulla Jelpke und Otto Köhler

Begründet 1997 von Eckart Spoo

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Ernstfall Angriffskrieg (Jürgen Rose)

ISBN: 978-3-9808137-2-3

20,00 inkl. MwSt.

Frie­den schaf­fen mit aller Gewalt?

Angriffs­krieg ist das schwer­ste aller Ver­bre­chen. Das ver­ei­nig­te Deutsch­land ist dar­an betei­ligt – und belügt sich selbst dar­über. »Wir füh­ren kei­nen Krieg«, behaup­te­te Kanz­ler Schrö­der 1999 an dem Tag, als der Bom­ben­krieg gegen Jugo­sla­wi­en begann, und seit Jah­ren gilt die­se Sprach­re­ge­lung auch für den immer ver­lust­rei­che­ren Bun­des­wehr-Ein­satz in Afgha­ni­stan. Der Gene­ral­bun­des­an­walt hat Kla­gen gegen die ver­ant­wort­li­chen Poli­ti­ker mit der Begrün­dung zurück­ge­wie­sen: Es sei zwar straf­bar, einen Angriffs­krieg vor­zu­be­rei­ten, nicht aber, ihn zu füh­ren – eine Zumu­tung für Moral und Verstand.

Jür­gen Rose, Oberst­leut­nant der Bun­des­wehr, ver­wei­gert jede Mit­wir­kung an Angriffs­krie­gen und wider­setzt sich mutig der ver­lo­ge­nen Pro­pa­gan­da der Angriffs­krie­ger, die er unum­wun­den Frie­dens­ver­rä­ter nennt. Dem Leit­bild des »Staats­bür­gers in Uni­form« ver­pflich­tet, setzt er sich in die­sem Buch mit gefähr­lich reak­tio­nä­ren Ten­den­zen in der Bun­des­wehr aus­ein­an­der – den gegen ihn ein­ge­lei­te­ten Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren zum Trotz. Im Kampf für das Grund­recht des Ein­zel­nen auf Mei­nungs­frei­heit und für das Völ­ker­recht, das mili­tä­ri­sche Gewalt bän­di­gen soll, steht er nicht allein: Rose stellt ande­re Sol­da­ten vor, die wie er ihr Gewis­sen nicht am Kaser­nen­tor abge­ge­ben haben. Ein auf­rüt­teln­des Buch gegen die Uni­for­mie­rung des Denkens.


Taschen­buch, 268 Seiten