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Ossietzky-Signet

Herausgegeben von Matthias Biskupek, Rainer Butenschön, Daniela Dahn, Rolf Gössner, Ulla Jelpke und Otto Köhler

Begründet 1997 von Eckart Spoo

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Literaturgeschichte eigener Art

Die­ter Schil­ler und Leo­no­re Krenz­lin sind bekann­te Lite­ra­tur­hi­sto­ri­ker, sie sind ein Ehe­paar und bei­de über acht­zig. Dass sie nun ihre Stu­di­en und Skiz­zen zur Lite­ra­tur der DDR in einem Band ver­öf­fent­li­chen, ist ein Glücks­fall, denn zeit ihres Lebens haben sie ihr Inter­es­se auch lite­ra­ri­schen Tex­ten aus der DDR gewid­met und die­se sowohl vor als auch nach der Wen­de fach­män­nisch beglei­tet. Das betrifft die aus der Emi­gra­ti­on zurück­ge­kehr­ten Schrift­stel­ler wie Anna Seg­hers, Johan­nes R. Becher oder Arnold Zweig sowie Autoren der nach­fol­gen­den Genera­tio­nen. Da gibt es Ein­zel­re­zen­sio­nen und umfas­sen­de Stu­di­en zu kul­tu­rel­len Fix­punk­ten wie der Bit­ter­fel­der Bewe­gung oder The­sen zur DDR-Lite­ra­tur über­haupt. Kaum ein DDR-Schrift­stel­ler von Rang, der nicht vor­kommt, und stets gründ­li­che archi­va­li­sche Recher­che, die die histo­ri­schen Zusam­men­hän­ge erschlie­ßen hilft. Man kann in die­sem gut les­ba­ren, umfang­rei­chen Buch blät­tern und sich Ein­zel­stu­di­en als Lecker­bis­sen her­aus­picken, aber auch das Gan­ze als DDR-Lite­ra­tur­ge­schich­te eig­ner Art lesen. Immer ist es span­nend und lehr­reich zugleich.

Leo­no­re Krenzlin/​Dieter Schil­ler: »Rück­blick auf ein ver­lo­re­nes Land. Stu­di­en und Skiz­zen zur Lite­ra­tur der DDR«, Edi­ti­on Schwarz­druck, 534 Sei­ten, 34 €