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Herausgegeben von Rainer Butenschön, Daniela Dahn, Rolf Gössner,
Ulla Jelpke und Otto Köhler

Begründet 1997 von Eckart Spoo

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Antwort

Wal­hel­fer: Trau­ri­ger Abschied von Tim­my – Ein Buckel­wal liegt vor der deut­schen Ost­see­kü­ste im Ster­ben. Es ist ver­mut­lich seit tau­sen­den von Jah­ren immer mal wie­der vor­ge­kom­men, dass sich ein­zel­ne die­ser fas­zi­nie­ren­den Tie­re ins seich­te Was­ser ver­ir­ren, auf Grund gera­ten, sich nicht mehr befrei­en kön­nen und eines natür­li­chen Todes ster­ben. Das ist eine Tra­gö­die, zwei­fel­los. Viel­leicht sogar ein Mene­te­kel, eine war­nen­de Mah­nung, unse­ren Umgang mit der Natur zu ver­än­dern. Obwohl wir uns in die­sem spe­zi­el­len Fall, nach allem, was wir bis­lang wis­sen, nichts vor­zu­wer­fen haben. Im Gegen­teil. Kein Wal­fän­ger hat­te das Tier zuvor ver­letzt, das Was­ser im Bereich der heim­tücki­schen Sand­bank hat­te laut Exper­ten­ana­ly­sen Bade­qua­li­tät. Und wir? Wir haben weder Mühen noch Kosten gescheut: Natur­schüt­zer, Tier­ärz­te, Ret­tungs­tau­cher waren vor Ort, es wur­de schwe­res Ber­gungs­ge­rät ein­ge­setzt, um dem armen Tier zu hel­fen; der gro­ße Fisch bekam einen men­scheln­den Namen, und alle Medi­en berich­te­ten aus­führ­lich über sei­nen mut­maß­li­chen Gesund­heits- und Gemüts­zu­stand. Zuletzt bil­de­ten mehr als hun­dert Men­schen eine Men­schen­ket­te, aus Pro­test dage­gen, dass die als aus­sichts­los ein­ge­schätz­ten Ret­tungs­ak­tio­nen ein­ge­stellt wer­den sol­len. Alles in allem ein denk­wür­di­ges Zei­chen unse­res Mit­ge­fühls, unse­rer Recht­schaf­fen­heit, unse­rer fabel­haf­ten Natur­ver­bun­den­heit. Es wäre zu wün­schen, dass die Dut­zen­den Flücht­lin­ge, die gleich­zei­tig vor Lam­pe­du­sa ihr Leben las­sen, eine auch nur annä­hernd ähn­li­che Anteil­nah­me erfahren.