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Ossietzky-Signet

Herausgegeben von Matthias Biskupek, Rainer Butenschön, Daniela Dahn, Rolf Gössner, Ulla Jelpke und Otto Köhler

Begründet 1997 von Eckart Spoo

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Exhumierung gebilligt

Das Tri­bu­nal Supre­mo ent­schied ein­stim­mig. Spa­ni­ens Ober­ster Gerichts­hof fass­te am 24. Sep­tem­ber nach ein­ein­halb Stun­den Debat­te den Beschluss, dass die sterb­li­chen Über­re­ste des Dik­ta­tors Fran­cis­co Fran­co aus dem »Val­le de los Caí­dos« (Tal der Gefal­le­nen) ent­fernt wer­den dür­fen. Damit wie­sen die sechs Rich­ter den Ein­spruch der sie­ben Fran­co-Enkel­kin­der gegen den Plan der Exhu­mie­rung zurück. Die Regie­rung unter Mini­ster­prä­si­dent Pedro Sán­chez (PSOE) hat­te im August 2018 ein Dekret zur Umbet­tung Fran­cos beschlos­sen. Auch einer Über­füh­rung der Gebei­ne in die Kryp­ta unter dem Altar der Madri­der Kathe­dra­le La Almu­de­na, wie von den Enkeln als Bedin­gung gestellt, wur­de eine Absa­ge erteilt. Gegen die­ses Ansin­nen hat­ten sich bereits die Opfer­ver­bän­de aus­ge­spro­chen, damit kei­ne Pil­ger­stät­te für unver­bes­ser­li­che Fran­co-Anhän­ger in Madrids Stadt­mit­te ent­steht. Die sterb­li­chen Über­re­ste Fran­cos sol­len auf dem Fried­hof Mingor­ru­bio im Madri­der Vor­ort El Par­do bei­gesetzt wer­den. Hier besitzt die Fran­co-Fami­lie eine Kapelle.

In Anwe­sen­heit eines Gerichts­me­di­zi­ners wird der Dik­ta­tor bis spä­te­stens 25. Okto­ber umge­bet­tet Die Fran­co-Fami­lie wird eine Woche vor­her infor­miert. Das berich­ten die Tages­zei­tun­gen El País und El Dia­rio in ihren Aus­ga­ben vom 12. Okto­ber.