Ossietzky-Signet

Herausgegeben von Matthias Biskupek, Rainer Butenschön, Daniela Dahn, Rolf Gössner, Ulla Jelpke und Otto Köhler

Begründet 1997 von Eckart Spoo

Menu
Ossietzky-Signet
Menu
Close
Skip to content

Hessische Polizei in unheiliger Allianz

Am 8. Juni wur­den im Bie­le­fel­der Stadt­thea­ter die dies­jäh­ri­gen Big­Bro­the­rA­wards ver­lie­hen. In der Kate­go­rie Behör­den und Ver­wal­tung ging der Nega­tiv­preis an den hes­si­schen Innen­mi­ni­ster Peter Beuth (CDU). Jury-Mit­glied Rolf Göss­ner hielt die fol­gen­de, hier leicht gekürz­te Laudatio.

Der hes­si­sche Innen­mi­ni­ster Peter Beuth (CDU) erhält den Nega­tiv­preis Big­Bro­the­rA­ward erstens für die bun­des­weit erst­ma­li­ge Anschaf­fung einer Ana­ly­se­soft­ware der CIA-nahen Fir­ma Palan­tir; zwei­tens dafür, dass die­se umstrit­te­ne US-Fir­ma über Ein­satz und Betrieb der Soft­ware Zugang zum Daten­netz der hes­si­schen Poli­zei erhält; und drit­tens dafür, dass mit die­ser Ana­ly­se­soft­ware Mas­sen­da­ten aus poli­zei­ei­ge­nen und exter­nen Quel­len in Sekun­den­schnel­le auto­ma­ti­siert ver­knüpft, ana­ly­siert und aus­ge­wer­tet wer­den kön­nen – mit fata­len Aus­wir­kun­gen auf Grund­rech­te, Daten­schutz und Rechtsstaat.

Ja, wir haben die schwar­ze und die grü­ne Regie­rungs­frak­ti­on in Hes­sen schon letz­tes Jahr mit einem Big­Bro­the­rA­ward aus­ge­zeich­net, und zwar für deren damals geplan­te Ver­schär­fung des Ver­fas­sungs­schutz- und Poli­zei­ge­set­zes (vgl. Ossietzky 9/​2018). Trotz aller Pro­te­ste sind die Geset­ze im Juli 2018 – nur leicht modi­fi­ziert – ver­ab­schie­det wor­den und seit­dem in Kraft. Damit darf die hes­si­sche Poli­zei inzwi­schen neue Über­wa­chungs­maß­nah­men weit im Vor­feld eines Ver­dachts oder einer mög­li­chen Gefahr ergrei­fen – etwa heim­lich Staats­tro­ja­ner instal­lie­ren oder Men­schen in elek­tro­ni­sche Fuß­fes­seln legen, von denen sie nur annimmt, dass sie künf­tig Straf­ta­ten bege­hen könnten.

Damit aber nicht genug: Um die­se neu­en prä­ven­ti­ven Auf­ga­ben zu erfül­len und die dabei anfal­len­de Daten­flut zu bewäl­ti­gen, hol­te sich die Poli­zei auch noch die umstrit­te­ne CIA-nahe Fir­ma Palan­tir ins Haus. Des­halb kom­men wir erst­mals in der Geschich­te der deut­schen Big­Bro­the­rA­wards nicht dar­um her­um, einen zwei­ten Straf-Preis in Fol­ge an einen Daten­frev­ler der­sel­ben Regie­rungs­ko­ali­ti­on des­sel­ben Bun­des­lan­des ver­lei­hen zu müssen.

Der hes­si­sche Innen­mi­ni­ster Peter Beuth ist dafür ver­ant­wort­lich, dass die US-Fir­ma Palan­tir beauf­tragt wor­den ist, ihre Ana­ly­se­soft­ware »Got­ham« im IT-System der hes­si­schen Poli­zei zu instal­lie­ren und in Betrieb zu set­zen. Benannt ist die Soft­ware nach jener fik­ti­ven, von Kri­mi­na­li­tät und Kor­rup­ti­on ver­seuch­ten Stadt, in der Bat­man Ver­bre­cher jagt und für Recht und Ord­nung sorgt. Nach­dem die »Gotham«-Software an hes­si­sche Poli­zei-Bedürf­nis­se ange­passt wor­den ist, heißt sie »Hes­sen-Data«. Zur Nut­zung ermäch­tigt wird die Poli­zei mit § 25a des ver­schärf­ten Hes­si­schen Poli­zei­ge­set­zes, wes­halb die­ser Para­graf auch spöt­tisch »Palan­tir-Ermäch­ti­gung« genannt wird. Danach dür­fen umfang­rei­che Daten­ana­ly­sen zur vor­beu­gen­den Bekämp­fung von über vier­zig Straf­ta­ten sowie zur Abwehr bestimm­ter Gefah­ren durch­ge­führt werden.

Was aber ist nun so pro­ble­ma­tisch und grund­rechts­schä­di­gend an die­ser Ver­knüp­fungs- und Ana­ly­se­soft­ware der US-Fir­ma »Palan­tir«?

»Palan­tir«, benannt nach den »sehen­den Stei­nen« aus »Herr der Rin­ge«, ist »eine der umstrit­ten­sten Fir­men des Sili­con Val­ley«, so die Süd­deut­sche Zei­tung. Sie gilt nach Ein­schät­zung der US-Bür­ger­rechts­ver­ei­ni­gung ACLU als »Schlüs­sel­fir­ma in der Über­wa­chungs­in­du­strie«. Der US-»Starinvestor« und Mil­li­ar­där Peter Thiel, der bereits den Online-Bezahl­dienst Pay­pal mit­ge­grün­det hat­te, grün­de­te die Fir­ma im Jahr 2004 mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung des US-Geheim­dien­stes CIA. Die Kun­den­li­ste der Fir­ma liest sich wie das Who-is-Who der US-Mili­tär- und Sicher­heits­bü­ro­kra­tie: CIA, FBI, NSA, Pen­ta­gon, Mari­nes und US Air For­ce. Oder anders aus­ge­drückt: Als Haus­lie­fe­rant die­ser Behör­den ist die Fir­ma tief in den mili­tä­risch-digi­ta­len Kom­plex der USA ver­strickt und ihr Geschäfts­mo­dell heißt: Big Data for Big Bro­ther. Fir­men­grün­der Peter Thiel sitzt zudem im Auf­sichts­rat von Face­book und hat Donald Trumps Wahl­kampf mit über einer Mil­li­on US-Dol­lar unterstützt.

Die hes­si­sche Poli­zei beauf­trag­te also die­se hoch umstrit­te­ne Über­wa­chungs­fir­ma damit, ihre Poli­zei­da­ten­ban­ken mit Social-Media-Daten und ande­ren exter­nen Datei­en zu ver­knüp­fen und zu ana­ly­sie­ren. Es ist dabei kei­nes­wegs aus­zu­schlie­ßen, dass ver­trau­li­che Poli­zei­da­ten aus Hes­sen in die USA abflie­ßen könn­ten – zumal bis zu sechs Soft­ware-Ent­wick­ler der Fir­ma mit eige­nen Lap­tops die Ana­ly­se­soft­ware instal­lier­ten, sie für die hes­si­sche Poli­zei betrie­ben und Ser­vice­zu­griff haben. Als US-Fir­ma ist Palan­tir übri­gens auch dem FISA-Act unter­wor­fen, dem berüch­tig­ten For­eign Intel­li­gence Sur­veil­lan­ce Act (Gesetz zur Über­wa­chung in der Aus­lands­auf­klä­rung). Und das bedeu­tet: Alle Infor­ma­tio­nen über Nicht-US-Bür­ger und -Bür­ge­rin­nen, zu denen Palan­tir – wie und wo auch immer – Zugang bekommt, müs­sen im Fall einer Anord­nung auch an US-Geheim­dien­ste über­mit­telt wer­den. Und es gibt, so sehen es die Oppo­si­ti­ons­frak­tio­nen von FDP und Die Lin­ke im hes­si­schen Land­tag, kei­ne ver­läss­li­chen Kon­troll­me­cha­nis­men, um das zu verhindern.

Mit der Datei­en­ver­knüp­fungs- und -aus­wer­tungs­soft­ware »Hes­sen-Data« sol­len Bedro­hungs­la­gen leich­ter erkannt und soge­nann­te ter­ro­ri­sti­sche Gefähr­der iden­ti­fi­ziert und auf­ge­spürt wer­den kön­nen – also Men­schen, die kei­ne Straf­ta­ten began­gen haben müs­sen, denen poli­zei­li­cher­seits aber auf­grund bestimm­ter Indi­zi­en oder Ver­hal­tens­wei­sen sol­che künf­tig zuge­traut wer­den. In der moder­nen Poli­zei­ar­beit geht es längst nicht mehr nur um die Abwehr kon­kre­ter Gefah­ren, son­dern um poli­zei­li­che »Auf­klä­rung« weit im Vor­feld mut­maß­li­cher Gefah­ren, wie sie mit der letz­ten Poli­zei­rechts­ver­schär­fung in Hes­sen lega­li­siert wor­den ist. Damit begibt sich die Poli­zei auf geheim­dienst­li­ches Ter­rain, wo sie prin­zi­pi­ell nichts zu suchen hat. Und folgt man dem neu­en schwarz-grü­nen Koali­ti­ons­ver­trag von Dezem­ber 2018, könn­te die Ana­ly­se­soft­ware künf­tig auch schon unter­halb der Schwel­le der Bekämp­fung von isla­mi­sti­schem Ter­ro­ris­mus und Orga­ni­sier­ter Kri­mi­na­li­tät ein­ge­setzt wer­den – und damit in weit grö­ße­rem Aus­maß als ursprüng­lich vorgesehen.

»Hes­sen-Data« ist ein Damm­bruch für die poli­zei­li­che IT-Arbeit: Bis­lang waren die Poli­zei­da­ten­be­stän­de der Straf­ver­fol­gung und Gefah­ren­ab­wehr nicht mit­ein­an­der ver­knüpft, weil per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten aus daten­schutz­recht­li­chen Grün­den prin­zi­pi­ell nur für den Zweck ver­wen­det wer­den dür­fen, für den sie erho­ben wur­den – also ent­we­der für Straf­ver­fol­gung oder für Gefah­ren­ab­wehr. Die­ser Zweck­bin­dungs­grund­satz wird mit »Hes­sen-Data« auf­ge­ho­ben. Mehr noch: Es wer­den nicht nur unter­schied­li­che Poli­zei­da­ten­ban­ken, son­dern auch noch die Ver­kehrs- und Inhalts­da­ten aus Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chun­gen zusam­men­ge­führt und durch­for­stet sowie Daten aus unter­schied­li­chen Infor­ma­ti­ons­sy­ste­men ande­rer Behör­den wie etwa des Mel­de- und Aus­län­der­zen­tral­re­gi­sters. Doch damit nicht genug: Ein Damm­bruch ist auch, dass mit »Hes­sen-Data« erst­mals auch Infor­ma­tio­nen aus sozia­len Medi­en und Netz­wer­ken wie Face­book, Twit­ter, Whats­App, Insta­gram oder You­Tube auto­ma­tisch abge­ru­fen, zusam­men­ge­führt und in Win­des­ei­le mit poli­zei­li­chen Daten abge­gli­chen wer­den können.

Mit­hil­fe rasan­ter Datei­en­ver­knüp­fung und Daten­ana­ly­se lie­fert die Palan­tir-Soft­ware der Poli­zei – gra­fisch span­nend auf­be­rei­tet – kom­ple­xe Bewe­gungs- und Kon­takt­bil­der, Bezie­hungs­ge­flech­te und Per­so­nendos­siers sowie Ano­ma­lien oder Ver­hal­tens­mu­ster von Men­schen. Wer kom­mu­ni­ziert oder trifft sich mit wem? Wel­che per­sön­li­chen Kon­tak­te, Ver­bin­dun­gen und Zusam­men­hän­ge gibt es zwi­schen bestimm­ten Ereig­nis­sen, Per­so­nen, Grup­pen oder Insti­tu­tio­nen? Wer ver­hält sich unge­wöhn­lich oder ver­däch­tig? Auch blo­ße Kon­takt- und Begleit­per­so­nen, Zeu­gen, Hin­weis­ge­ber oder Geschä­dig­te kön­nen dabei ins Visier der Fahn­der gera­ten, auch wenn sie nur in loser oder zufäl­li­ger Ver­bin­dung mit mut­maß­lich Ver­däch­ti­gen stehen.

Dabei geht es nicht mehr in erster Linie um har­te Fak­ten und Bewei­se, son­dern um mehr oder weni­ger zufäl­li­ge Ana­ly­se­er­geb­nis­se die­ser auto­ma­ti­siert zusam­men gemix­ten Daten­samm­lun­gen. Stel­len Sie sich vor, Ihre all­täg­li­chen Akti­vi­tä­ten, mit denen Sie Unmen­gen digi­ta­ler Spu­ren hin­ter­las­sen, machen Sie plötz­lich ver­däch­tig, weil sie aus ihrem ursprüng­li­chen Zusam­men­hang geris­sen und in einen voll­kom­men ande­ren, neu­en Kon­text gestellt wer­den. Viel­leicht kommt Ihnen die hes­si­sche Poli­zei »auf die Spur«, nur weil Sie zufäl­lig zur fal­schen Zeit am fal­schen Ort waren, eine Woh­nung in der Nähe eines Tat­or­tes haben oder ein­fach mit einer ande­ren Per­son ver­wech­selt wor­den sind. Das Ana­ly­se­sy­stem scheint zwar sehr lei­stungs­fä­hig zu sein – aber auch recht mani­pu­la­ti­ons-, will­kür- und diskriminierungsanfällig.

Durch die neu­en gesetz­li­chen Über­wa­chungs­er­mäch­ti­gun­gen der hes­si­schen Poli­zei kön­nen sol­che Ana­ly­se­er­geb­nis­se für die Betrof­fe­nen zu gra­vie­ren­den Kon­se­quen­zen füh­ren. Denn wer im Rah­men der Datei­en­ver­knüp­fung und Daten­ana­ly­se als auf­fäl­lig, als angeb­li­che Risiko­per­son oder soge­nann­ter Gefähr­der her­aus­ge­fil­tert wird, hat unter Umstän­den mit dem heim­li­chen prä­ven­ti­ven Ein­satz von Staats­tro­ja­nern auf sei­nen Gerä­ten zu rech­nen, kann unter Mel­de­auf­la­gen, Auf­ent­halts- und Kon­takt­ver­bo­te gestellt, in elek­tro­ni­sche Fuß­fes­seln gelegt oder in Prä­ven­tiv­haft genom­men werden.

Bemer­kens­wert ist im Übri­gen, wie die Koope­ra­ti­on der hes­si­schen Poli­zei mit Palan­tir ein­ge­fä­delt wor­den ist. Ein Unter­su­chungs­aus­schuss des hes­si­schen Land­tags befass­te sich im ver­gan­ge­nen Jahr mona­te­lang mit der Fra­ge, ob die Auf­trags­ver­ga­be an Palan­tir mög­li­cher­wei­se rechts­wid­rig erfolgt ist und wel­che Rol­le der Innen­mi­ni­ster dabei spiel­te. Bei­de Fra­gen sind bis heu­te nicht ein­deu­tig geklärt. Jeden­falls erfolg­te die Ver­ga­be auf intrans­pa­ren­te Wei­se; die Lei­stungs­be­schrei­bung war auf Palan­tir und ihre Soft­ware zuge­schnit­ten, so dass ande­re mög­li­che Anbie­ter kei­ne gleich­be­rech­tig­te Chan­ce hat­ten, obwohl es Alter­na­ti­ven gab.

Es macht dar­über hin­aus miss­trau­isch, wenn die Öffent­lich­keit über den Kauf­preis der Palan­tir-Soft­ware im Dun­keln gelas­sen wird. Ihr Wert beträgt nach offi­zi­el­ler Mit­tei­lung »0,01 Euro ohne MwSt.«. Gegen­über Spie­gel online räum­te das hes­si­sche Innen­mi­ni­ste­ri­um ein, dass dies »nicht der tat­säch­li­che Preis« sei, woll­te die­sen aber aus »Grün­den des öffent­li­chen Sicher­heits­in­ter­es­ses des Lan­des Hes­sen« nicht nen­nen. Wie kann eine sol­che Infor­ma­ti­on die öffent­li­che Sicher­heit gefähr­den – wer­den etwa Stra­ßen­un­ru­hen oder gar Anschlä­ge befürch­tet? Hes­sens Innen­mi­ni­ster Beuth nimmt offen­sicht­lich lie­ber Spe­ku­la­tio­nen in Kauf, als trans­pa­rent zu arbei­ten, wie es in einer Demo­kra­tie selbst­ver­ständ­lich sein sollte.

Fazit: Der Ein­satz der wohl mil­lio­nen­schwe­ren Palan­tir-Soft­ware bedeu­tet eine neue Qua­li­tät der Daten­ver­ar­bei­tung – die Poli­zei schwärmt gar von einem »Quan­ten­sprung in der poli­zei­li­chen Arbeit«. Oder anders und kla­rer aus­ge­drückt: Mit »Hes­sen-Data« geht das schwarz-grün regier­te Hes­sen einen wei­te­ren gro­ßen Schritt in Rich­tung Kon­troll- und Überwachungsstaat.

Die Ana­ly­se­platt­form »Hes­sen-Data« steht im Dau­er­kon­flikt mit dem Recht auf infor­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung als Aus­prä­gung des All­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts (Arti­kel 2 Abs. 1 GG). Außer­dem wird mit dem Ein­satz der Palan­tir-Soft­ware eine wich­ti­ge Grund­säu­le des Daten­schut­zes buch­stäb­lich nie­der­ge­ris­sen: näm­lich das Prin­zip der Zweck­bin­dung, wonach per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten grund­sätz­lich nur für den Zweck ver­wen­det wer­den dür­fen, für den sie erho­ben wor­den sind. Und das Gan­ze auch noch weit­ge­hend ohne wirk­sa­me Kon­trol­le und in einer unhei­li­gen Alli­anz mit einem Haupt­ak­teur des US-ame­ri­ka­ni­schen Mili­tär- und Geheim­dienst­kom­ple­xes. Da kön­nen wir nur sagen: Herz­li­chen Glück­wunsch, Herr Innen­mi­ni­ster Peter Beuth, zum Big­Bro­the­rA­ward 2019.

Lau­da­tor Rolf Göss­ner ist seit Anbe­ginn im Jahr 2000 Mit­glied der Jury zur Ver­lei­hung des Nega­tiv­prei­ses Big­Bro­the­rA­ward, seit 2003 für die Inter­na­tio­na­le Liga für Men­schen­rech­te. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Big­Bro­the­rA­ward 2019 unter: https://bigbrotherawards.de/