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Ossietzky-Signet

Herausgegeben von Matthias Biskupek, Rainer Butenschön, Daniela Dahn, Rolf Gössner, Ulla Jelpke und Otto Köhler

Begründet 1997 von Eckart Spoo

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Zuschrift an die Lokalpresse

Mehr­mals schon muss­te ich in der Pres­se mit gro­ßem Erstau­nen lesen, dass aus den Arse­na­len der Bun­des­wehr oder aus den Schließ­fä­chern der Poli­zei Waf­fen und Muni­ti­on unauf­find­bar ver­schwun­den sind. So hat­ten zum Bei­spiel die Nach­rich­ten-Agen­tu­ren AFP und dpa dar­über berich­tet, dass »der Bund« seit 2014 zahl­rei­che Maschi­nen­ge­weh­re und Pisto­len wie auch Waf­fen­tei­le und exakt 19.445 Schuss Muni­ti­on spur­los aus­bu­chen muss­te. Das wun­dert den unbe­waff­ne­ten Nor­mal­bür­ger, der ja nicht davon aus­ge­hen kann, dass die wehr­haf­ten Gegen­stän­de in den Behör­den auf Wühl­ti­schen her­um­lie­gen. Und man freut sich, wenn die Deut­sche Pres­se-Agen­tur – wie in der jun­gen Welt vom 28./29. Sep­tem­ber zitiert – mit­tei­len kann, dass die Bun­des­wehr die »Kon­trol­len ver­schärft« hat und »weni­ger Waf­fen ver­schwun­den« sind. Gut, dass die Medi­en die Bür­ger auch mit sol­chen Erfolgs­mel­dun­gen beru­hi­gen kön­nen! Nun wür­de mich aller­dings auch inter­es­sie­ren, auf wel­che Fund­stücke bei wel­chen Adres­sa­ten die Behör­den bei Raz­zi­en und ande­ren Ein­sät­zen gesto­ßen sind, damit man als Seni­or mit Hund gege­be­nen­falls auch ein Auge mit dar­auf wer­fen kann. – Fre­dy Find­ei­sen (83), Rent­ner, 98666 Waffenrod