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Herausgegeben von Rainer Butenschön, Daniela Dahn, Rolf Gössner,
Ulla Jelpke und Otto Köhler

Begründet 1997 von Eckart Spoo

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Faktencheck

»Gewinn ist nicht genug« – unter die­sem Titel nimmt Ossietzky-Autor Johann-Gün­ther König zusam­men mit Rudolf Hickel und Her­man­nus Pfei­fer wir­kungs­mäch­ti­ge Mythen der neo­li­be­ra­len Wirt­schafts­leh­re, die uns tag­täg­lich in Poli­tik und Medi­en begeg­nen, unter die Lupe.

Auf 312 Sei­ten unter­zie­hen die drei aus­ge­wie­se­nen Sach­ver­stän­di­gen für die Kri­tik der poli­ti­schen Öko­no­mie 21 gän­gi­ge neo­li­be­ra­le Wirt­schafts­dog­men einem erhel­len­den Fak­ten­check. Auf einer hal­ben Text­sei­te wird jeweils zunächst einer der öko­no­mi­schen Mythen skiz­ziert, um ihn dann histo­risch-kri­tisch zu sezie­ren und auf­zu­zei­gen, wel­che Prin­zi­pi­en hin­ter ihm wal­ten und wel­che fürs All­ge­mein­wohl schäd­li­che öko­no­mi­sche Pra­xis damit legi­ti­miert wer­den soll. Unter­sucht wer­den Behaup­tun­gen wie »Umwelt­po­li­tik ver­nich­tet Arbeits­plät­ze«, »Frei­han­del nützt allen«, »Glo­ba­li­sie­rung pro­du­ziert Reich­tum«, »Lob­by­is­mus ist legi­tim« oder »Die Schul­den­brem­se garan­tiert soli­de Staats­fi­nan­zen und nützt kom­men­den Generationen«.

Den Autoren gelingt es, kom­ple­xe wirt­schafts- und sozi­al­po­li­ti­sche Zusam­men­hän­ge frei von Fach­chi­ne­sisch nach­voll­zieh­bar auf­zu­klä­ren und der Behaup­tung, die Postu­la­te des »Mark­tes« sei­en alter­na­tiv­los, bes­se­re Alter­na­ti­ven ent­ge­gen­zu­set­zen. Das Buch lie­fert gelun­ge­ne Bei­trä­ge zur not­wen­di­gen öko­no­mi­schen Alpha­be­ti­sie­rung der Bevöl­ke­rung. Lesen!

Rudolf Hickel, Johann-Gün­ther König, Her­man­nus Pfeif­fer: Gewinn ist nicht genug. 21 Mythen über die Wirt­schaft, die uns teu­er zu ste­hen kom­men, 312 Sei­ten, Rowohlt Taschen­buch­ver­lag, Ham­burg 2021, 14 .