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Ossietzky-Signet

Herausgegeben von Matthias Biskupek, Rainer Butenschön, Daniela Dahn, Rolf Gössner, Ulla Jelpke und Otto Köhler

Begründet 1997 von Eckart Spoo

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Hilferuf aus Katerini

Die Bür­ger­initia­ti­ve »O Topos Mou« (Mein Ort) aus der nord­grie­chi­schen Stadt Kateri­ni (sie­he Ossietzky 5/​16 und 2/​17) sen­det einen Hil­fe­ruf: Wegen der Covid-19-Pan­de­mie darf in die­sem Jahr der von ihr orga­ni­sier­te soli­da­ri­sche Weih­nachts­markt nicht statt­fin­den. Der Aus­fall des belieb­ten Win­ter­ver­gnü­gens hat sozia­le Fol­gen. Denn als »Ein­tritts­geld« in das Markt­ge­län­de mit Holz­bu­den, Glüh­wein­s­tän­den, Tanz, Thea­ter, Gesang und Kin­der­spie­len muss­te jeder Besu­cher – es kamen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer meh­re­re Tau­send – zwei Kilo halt­ba­re Lebens­mit­tel wie Reis, Kar­tof­feln, Mehl, Lin­sen oder Zwie­beln mit­brin­gen. So kamen in den Vor­jah­ren regel­mä­ßig zehn bis 15 Ton­nen an Grund­nah­rungs­mit­teln zusam­men, mit denen »O Topos Mou« meh­re­re hun­dert ver­arm­te grie­chi­sche Fami­li­en und in Kateri­ni gestran­de­te Flücht­lin­ge mona­te­lang ver­sor­gen konn­te. Die arbei­te­ten als Gegen­lei­stung stun­den­wei­se ehren­amt­lich im »Kapni­kos Stath­mos« mit, dem sozia­len Zen­trum der Initia­ti­ve, in dem die­se unter ande­rem eine sozia­le Apo­the­ke, die Lebens­mit­tel­aus­ga­be, eine medi­zi­ni­sche Ambu­lanz und eine Biblio­thek betreibt. Der Weih­nachts­markt wur­de von ört­li­chen Händ­lern und Bau­ern mit Gebäck, Oran­gen, Wein, Süßig­kei­ten und ande­ren Spen­den bestückt.

Die­ses Jahr ist in der Stadt am Fuße des Olymps das sozia­le Elend noch grö­ßer gewor­den, als es wegen der ver­hee­ren­den Troi­ka-Poli­tik schon gewach­sen war. Da wegen Covid-19 85 Pro­zent der Hotels an der olym­pi­schen Rivie­ra wäh­rend der Haupt­sai­son geschlos­sen blie­ben, ist die Zahl der Erwerbs­lo­sen in die Höhe geschnellt, und vie­le Men­schen haben im Som­mer kei­ne Rück­la­gen für den Win­ter anspa­ren kön­nen. »O Topos Mou« ist des­halb dabei, in einer alten Lager­hal­le eine Sup­pen­kü­che ein­zu­rich­ten mit dem Ziel, dort Bedürf­ti­gen ein­mal am Tag eine war­me Mahl­zeit anzu­bie­ten (mehr Infos unter https://kikaf.spt20.de). Spen­den bit­te über­wei­sen an: Kapni­kos Stath­mos Kateri­nis, IBANGR71 0172 2550 0052 5510 1380 536, BIC: PIRBGRAA, Pirae­us Bank S. A.