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Herausgegeben von Rainer Butenschön, Daniela Dahn, Rolf Gössner,
Ulla Jelpke und Otto Köhler

Begründet 1997 von Eckart Spoo

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Schwerter zu Windrädern und Sonnenkollektoren

Wäh­rend glo­ba­le Kon­flik­te, beson­ders nach 1990, hin­ter einer Pha­se schein­bar fried­li­cher Koexi­stenz und dem anschlie­ßen­den Zusam­men­bruch des sowje­ti­schen Ost­blocks trotz­dem zu immer höhe­ren, irra­tio­na­len Mili­tär­aus­ga­ben und einer krie­ge­ri­schen Welt­po­li­tik, geschürt durch die US-Regie­run­gen, geführt haben und Bil­lio­nen von Steu­er­mit­teln ver­schlan­gen, bewegt sich unter­des­sen unser Pla­net unauf­halt­sam auf »der Auto­bahn in die Kli­ma­höl­le«, wie der UN-Gene­ral­se­kre­tär zurecht auf der letz­ten Welt­kli­ma­kon­fe­renz so ein­dring­lich warn­te, wenn die Kli­ma­er­wär­mung nicht umge­hend, durch eine radi­ka­le Not­brem­sung, auf das gewünsch­te 1,5 Grad-Ziel begrenzt wird. Den­noch ende­te die Kon­fe­renz mit einem kläg­li­chen Ergebnis.

Ange­sichts der zöger­li­chen, ja, gelähmt wir­ken­den natio­na­len und inter­na­tio­na­len Bemü­hun­gen, ist die­ses 1,5 Grad-Ziel nie­mals zu errei­chen. Im Gegen­teil: CO2-Emis­sio­nen wer­den immer mehr aus­ge­sto­ßen, weil ein kon­trol­lier­ba­rer Aus­stieg aus dem fos­si­len Ener­gie­zeit­al­ter nicht in Sicht ist. Des­halb soll­ten wir uns end­lich, medi­al und poli­tisch, wie Warn­schreie, per­ma­nent zuru­fen: Bis­her rea­li­sier­te Maß­nah­men zur Kli­ma­ret­tung sind nur lächer­li­che Trop­fen auf immer hei­ßer wer­den­de Steine.

Machen wir uns nichts vor: Noch gibt es ein welt­wei­tes poli­ti­sches und wirt­schaft­li­ches Pri­mat der tra­di­tio­nel­len Mili­tär- und fos­si­len Ener­gie­pro­fi­teu­re, eine pra­xis­re­le­van­te Umkehr zur Kli­ma­ret­tung ist weit­ge­hend blockiert. Mehr noch: Es wird zugleich sto­isch auf einen illu­sio­nä­ren »Sieg­frie­den« gegen Russ­land und mög­lichst auch noch gegen den angeb­li­chen Kon­kur­ren­ten Chi­na durch den Westen gesetzt. Die ver­hee­ren­den Kon­se­quen­zen sind bekannt­lich bereits jetzt bedroh­lich und über­aus schmerz­haft wahr­nehm­bar: Kriegs-, Kli­ma- und Armuts­flücht­lin­ge aus den beson­ders betrof­fe­nen Gebie­ten, ins­be­son­de­re des glo­ba­len Südens und Ostens, ver­su­chen in die noch etwas rei­che­re, nörd­li­che Erd­halb­ku­gel, d. h. nach West­eu­ro­pa und in die USA zu flie­hen, und sind dabei auf ihren Flucht­we­gen, tau­send­fach vom Tod bedroht. Die­se Todes­spi­ra­len und Migra­ti­ons­be­we­gun­gen eska­lie­ren von Jahr zu Jahr, und Mil­lio­nen, ja, Mil­li­ar­den Men­schen dro­hen, wenn es so wei­ter­geht, ins Ver­der­ben zu stür­zen! Wäh­rend gleich­zei­tig für die Bewoh­ner der nörd­li­chen Halb­ku­gel – im Cha­os der berech­tig­ten, aber nicht mehr zu bewäl­ti­gen­den Flucht­be­we­gun­gen und Kriegs­fol­gen – ihre immer noch bes­se­ren Lebens­be­din­gun­gen tag­täg­lich ero­die­ren, allen »sozia­len Abfe­de­run­gen« zum Trotz. Letz­te­re sind nur hek­tisch-reak­ti­ve Trost­pfla­ster für eine völ­lig kon­tra­pro­duk­ti­ve, irr­sin­ni­ge Kriegs­po­li­tik und halb­her­zi­ge Kli­ma­ret­tung. Damit wer­den zugleich Rechts­ra­di­ka­le und Ter­ro­ri­sten aller Län­der unun­ter­bro­chen befeu­ert und alle selbst­ge­rech­ten, bür­ger­li­chen Demo­kra­tien faschi­sto­id desta­bi­li­siert. Gleich­zei­tig ver­trock­nen oder ver­bren­nen unse­re Sau­er­stoff-spen­den­den Wäl­der oder wer­den abge­holzt, Diver­si­tät von Flo­ra und Fau­na geht zugrun­de, der Per­ma­frost taut auf und ent­lässt zusätz­lich schäd­li­ches Methan­gas, Fel­der und rie­si­ge Land­stri­che wer­den von Was­ser­mas­sen und Unwet­tern über­schwemmt und zer­stört. Was für ein Abgrund zwi­schen tech­ni­schem und huma­nem Fort­schritt, in einer Welt, die angeb­lich von reli­giö­sen Wer­ten regiert wird!

Was ist das für eine hirn­ris­si­ge Men­schen­rechts- und angeb­lich wer­te­ba­sier­te Poli­tik, wenn, ange­sichts die­ser apo­ka­lyp­ti­schen Rea­li­tät, trotz­dem einer mili­tä­ri­schen und fos­si­len »Lösung« der Welt­pro­ble­me immer noch welt­wei­te Prio­ri­tät ein­ge­räumt wird? Der sinn­lo­se Ukrai­ne-Krieg ver­schlingt Mil­li­ar­den, for­dert Tau­sen­de Tote, macht Mil­lio­nen zu Flücht­lin­gen und eska­liert den Öl- und Gas­ver­brauch und die Umwelt­ver­schmut­zung, wäh­rend die finan­zi­el­len Auf­wen­dun­gen zur Bewäl­ti­gung der töd­li­chen Her­aus­for­de­run­gen der öko­lo­gi­schen Kri­se nur ein Schat­ten­da­sein fristen!

Anstatt jetzt, zum Bei­spiel, 100 Mil­li­ar­den Euro und weit­aus mehr für die Dekar­bo­ni­sie­rung der Ener­gie­ver­sor­gung in Deutsch­land und anders­wo zusätz­lich bereit­zu­stel­len, soll damit die Bun­des­wehr und die Nato wei­ter mas­siv auf­ge­rü­stet wer­den, um angeb­lich einem Geg­ner wie Russ­land die Stirn zu bie­ten, der offen­bar zu schwach ist, um sei­ne, gleich­falls irra­tio­na­len, Kriegs­zie­le in der Ukrai­ne zu errei­chen. Wäh­rend­des­sen ster­ben immer mehr Ukrai­ner und Rus­sen in den umkämpf­ten Gebie­ten und wer­den wei­te Tei­le der dor­ti­gen Infra­struk­tur in Schutt und Asche gelegt. Anstatt von Anbe­ginn und von allen Sei­ten, alter­na­tiv­los, nach einer diplo­ma­ti­schen Lösung zwi­schen der Ukrai­ne und Russ­land zu suchen, zum Vor­teil für die jewei­li­gen Bevöl­ke­run­gen, mit­tels Wan­del durch Annä­he­rung, wur­de auf die kon­fron­ta­ti­ve, mili­tä­ri­sche Kar­te gesetzt und das zugleich öko­lo­gi­sche Kil­ler-Öl immer mehr ins Feu­er einer sinn­lo­sen Kriegs­füh­rung gegos­sen, die kei­ne Sei­te mili­tä­risch gewin­nen kann, son­dern die nur Ver­lie­rer her­vor­ge­bracht hat. Anstatt unmiss­ver­ständ­lich zunächst auf einen Waf­fen­still­stand hin­zu­ar­bei­ten, wie einst im »Mins­ker Abkom­men« ver­ein­bart, und wei­ter unbe­irrt auf eine Ver­hand­lungs­lö­sung zu drän­gen, will ins­be­son­de­re west­li­che Poli­tik nicht begrei­fen, dass eine so unter­schied­lich ent­wickel­te, diver­se, mul­ti­eth­ni­sche Welt nicht nur nach ihren Maß­stä­ben regiert wer­den kann. Denn auch die west­li­che – kolo­nia­le, impe­ria­le und kapi­ta­li­sti­sche – Geschich­te und Gegen­wart gilt, weder außen- noch innen­po­li­tisch, als ver­trau­ens­wür­dig und vor­bild­lich. Sie unter­liegt einer, ideo­lo­gisch beding­ten, ver­lo­ge­nen Dop­pel­mo­ral. Auch der west­li­che Kai­ser ist nackt. Er bil­det sich nur ein, dass sei­ne Gesell­schafts­klei­der die aller­schön­sten sei­en, und die­se Klei­der­ord­nung soll welt­weit gelten.

Was also tun, um die­ser welt­po­li­ti­schen Sack­gas­se, die zurecht als Todes­au­to­bahn in die Kli­ma­höl­le bezeich­net wird, noch zeit­nah und pra­xis­taug­lich zu ent­rin­nen? Mein radi­ka­ler Vor­schlag lau­tet, um eine alte Losung (der einst grü­nen) Frie­dens­be­we­gung modi­fi­zie­rend auf­zu­grei­fen: »Schwer­ter zu Wind­rä­dern und Son­nen­kol­lek­to­ren!« Was nicht heißt, dass davon nicht auch wei­ter­hin »Pflug­scha­ren« geschmie­det wer­den müs­sen, um den Hun­ger in der Welt bes­ser zu bekämp­fen. Also: Lasst uns alle natio­na­len und trans­na­tio­na­len Armeen und finan­zi­el­len Mili­tär­auf­wen­dun­gen die­ser Welt, in schnel­len Schrit­ten, dafür ein­set­zen, dass der Aus­stieg aus fos­si­ler Ener­gie­ver­sor­gung viel rascher als bis­her gelingt. Dafür soll­ten Bau und Instal­la­ti­on von Wind­rä­dern, Son­nen­kol­lek­to­ren, Was­ser­kraft­wer­ken, Baum­pflan­zun­gen, Elek­tro­mo­bi­li­tät, Wär­me­däm­mun­gen, CO2-freie Hei­zun­gen usw., prä­ven­tiv, gera­de auch mit Hil­fe von Sol­da­ten und umge­wid­me­ten Staats­haus­hal­ten, zur radi­ka­len Beschleu­ni­gung die­ses not­wen­di­gen öko­lo­gi­schen Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­ses mobi­li­siert wer­den, anstatt wei­ter­hin gigan­ti­sche Steu­er­mit­tel für sinn­lo­se mili­tä­ri­sche Zwecke und die Kriegs­fol­gen zu ver­pul­vern. Noch wer­den Sol­da­ten nur reak­tiv, allen­falls bei Natur­ka­ta­stro­phen, ein­ge­setzt. Auch die­se Pra­xis soll­te prä­ven­tiv und inter­na­tio­nal aus­ge­baut wer­den, weil sich Natur­ka­ta­stro­phen immer mehr häu­fen. Der Fach­be­griff für die­se sinn­vol­len huma­nen Zwecke lau­tet schon seit lan­gem »Kon­ver­si­on«: Umwand­lung mili­tä­ri­scher in zivi­le Nut­zung. Dass der glei­che Begriff auch für den Wech­sel von einer Welt­an­schau­ung in eine ande­re zutrifft, ver­weist auf einen grund­le­gen­den gesell­schaft­li­chen Para­dig­men­wech­sel, der in unse­rem Fall auf meh­re­ren Säu­len beruht: Umwand­lung von mili­tä­ri­scher in öko­lo­gi­sche Sicher­heits- und Frie­dens­po­li­tik, die zugleich eine beschleu­nig­te öko­lo­gi­sche Wirt­schafts- und Sozi­al­po­li­tik beför­dert und, bei Natur­ka­ta­stro­phen, zusätz­lich schnell ein­satz­be­rei­te, inter­na­tio­na­le Hilfs­mit­tel bereit­stellt. Das schließt aller­dings eine men­ta­le Neu­ori­en­tie­rung ein, die von der kul­tu­rel­len, media­len und poli­ti­schen Bewusst­seins­in­du­strie mit vor­an­ge­trie­ben wer­den müss­te. Bis­her aber trom­meln, etwa die bür­ger­li­chen Par­tei­en und »Leit­me­di­en«, eher in umge­kehr­ter Rich­tung und brand­mar­ken alle ver­nünf­ti­gen Gegen­stim­men als »Putin-Ver­ste­her«.

Da das Über­le­ben der Mensch­heit und ihrer natür­li­chen Lebens­grund­la­gen bereits jetzt, wie nie zuvor in der Welt­ge­schich­te, auf dem Spiel ste­hen, hal­te ich die­se Art der Frie­dens­si­che­rung durch trans­for­mier­te Armeen und dafür sinn­voll ein­ge­setz­te Steu­er­mit­tel zur öko­lo­gi­schen Kri­sen­be­wäl­ti­gung für unver­zicht­bar – für eine Ulti­ma Ratio, um die Men­schen­rech­te, um das Recht auf Leben wirk­lich auf die­sem Pla­ne­ten zu sichern und nicht durch sinn­lo­se Kriegs­po­li­tik zusätz­lich aufs Spiel zu setz­ten, die sogar, neben der öko­lo­gi­schen Selbst­ver­nich­tung, in die Apo­ka­lyp­se eines 3. Welt­krieg mün­den kann. Aber die Nach­fah­ren der NS-Herr­schaft in der heu­ti­gen deut­schen Mehr­heits­ge­sell­schaft und ihre poli­ti­sche Klas­se haben offen­bar immer noch nicht die Lek­tio­nen aus der eige­nen Völ­ker­mord­ge­schich­te des 1. und vor allem 2.Weltkrieges gelernt: Sie sind immer noch ver­blen­de­te Mit­läu­fer und Akteu­re einer erneut gegen Russ­land gerich­te­ten Welt­kriegs­po­li­tik des Westens, anstatt jetzt Vor­kämp­fer einer alter­na­tiv­lo­sen Befrie­dungs­po­li­tik zu sein, ange­sichts des dop­pel­ten Spiels mit dem Feu­er einer ato­ma­ren und öko­lo­gi­schen Globalkatastrophe.

Das Pri­mat der Welt­po­li­tik Schwer­ter zur Kli­ma­ret­tung ist das Gebot der Stun­de, um eine schnel­ler ein­lös­ba­re, zukunfts­fä­hi­ge Men­schen­rechts­po­li­tik noch in letz­ter Sekun­de zu ent­wickeln, die die­sen Namen wirk­lich ver­dient. Das mag völ­lig illu­so­risch klin­gen. Und viel­fa­che War­nun­gen einer bevor­ste­hen­den Kriegs- und Kli­ma­höl­le ver­puf­fen schein­bar wie Kas­san­dra­ru­fe. Aber ein »Wei­ter so« läuft auf einen dop­pel­ten Geno­zid durch krie­ge­ri­sche und öko­lo­gi­sche Selbst­ver­nich­tung hin­aus. Des­halb kann nur noch eine Block-über­grei­fen­de, alli­ier­te, zivi­le Kli­ma­ret­tungs­front glo­ba­ler Kon­ver­si­on, in UN-Abkom­men ver­trag­lich ver­ein­bart und kon­trol­liert, uns vor der Selbst­aus­lö­schung ret­ten. Es wäre der Königs­weg zur Huma­ni­sie­rung der Welt­po­li­tik. Des­halb soll­ten sich jetzt auch Umwelt- und Frie­dens­be­we­gung end­lich wie­der auf eine gemein­sa­me Lösung und Losung von Öko­lo­gie- und Frie­dens­po­li­tik besin­nen, anstatt kurz­le­bi­ge und kri­mi­na­li­sier­ba­re media­le Aktio­nen, wie etwa die »Letz­te Gene­ra­ti­on«, zu star­ten, die pri­mär nur die Zivil­be­völ­ke­rung tref­fen und sie sogar abschrecken, anstatt poli­tisch zu soli­da­ri­sie­ren. Denn erst durch den Druck einer star­ken zivi­len Wider­stands­be­we­gung von unten kann ein so gra­vie­ren­der Poli­tik­wech­sel der Welt­ge­schich­te noch bewirkt werden.

Kein kapi­ta­li­sti­scher Wirt­schafts­li­be­ra­lis­mus mit sei­ner unge­bro­che­nen Phi­lo­so­phie »gren­zen­lo­sen Wachs­tums« und kei­ne mili­tä­risch. kon­fron­ta­ti­ve, son­dern nur eine koope­ra­ti­ve Zei­ten­wen­de der Welt­po­li­tik kann Natur und Mensch­heit jetzt noch vor dem Unter­gang bewah­ren! Als erster Schritt müs­sen die Waf­fen dafür schwei­gen! Dem aber wider­setz­ten sich bis­her mas­siv ego­zen­trisch-neu­ro­ti­sche Natio­na­li­sten aller Län­der, getrie­ben durch über­mäch­ti­ge Ener­gie- und Kriegs­pro­fi­teu­re, durch das rechts­kon­ser­va­ti­ve bür­ger­li­che Lager und lei­der auch unter­stützt durch ihre halb­her­zi­gen rot-grü­nen Kol­la­bo­ra­teu­re. Dahin­ter steckt, auf allen Sei­ten, eine uralte patri­ar­cha­lisch-ani­ma­li­sche Stra­te­gie der Herr­schen­den, die ihre Völ­ker blu­ten las­sen, ohne sich selbst auf­zu­op­fern. Es geht ihnen nur dar­um, die Vor­herr­schaft ihres pri­va­ti­sier­ten, also geraub­ten Wohl­stan­des und ihre Pri­vi­le­gi­en, auf Kosten des Über­le­bens der Mensch­heit, durch tod­brin­gen­de Kriegs- und Kli­ma­po­li­tik, durch mani­pu­la­ti­ven Selbst­be­trug der Welt­öf­fent­lich­keit ideo­lo­gisch abzu­si­chern. Nicht Frei­heits- und Men­schen­rech­te wer­den durch Krie­ge gesi­chert, son­dern mil­lio­nen­fach das Recht auf Leben verspielt.

Indem Kli­ma- und Kriegs­ka­ta­stro­phen uns exi­sten­zi­ell immer stär­ker bedro­hen, durch­bricht hof­fent­lich die bis­her schwei­gen­de Mehr­heit, ange­trie­ben durch das schmerz­haf­te Bewusst­wer­den der eska­lie­ren­den eige­nen Nöte und Todes­op­fer, die­sen selbst­mör­de­ri­schen Kreis­lauf in die Kriegs- und Kli­ma­höl­le noch in aller­letz­ter Sekun­de. Kri­ti­sche Intel­lek­tu­el­le sind seit jeher gefor­dert, mit Zivil­cou­ra­ge die­ses öffent­li­che Bewusst­sein, als Kata­ly­sa­to­ren, aktiv zu för­dern. Wir dür­fen jetzt nicht mehr der Ver­su­chung unter­lie­gen, in Resi­gna­ti­on, Räso­nie­ren, Zer­split­te­rung und unent­schie­de­nem Reflek­tie­ren, vom Main­stream para­ly­siert, wie im Wach­ko­ma eines ohn­mäch­ti­gen Alp­traums gefan­gen zu blei­ben. Damit läh­men wir uns selbst und einen bit­ter not­wen­di­gen, neu­en, bis­her nie dage­we­se­nen gesell­schaft­li­chen Auf­bruch. Es gilt jetzt, als muti­ge Vor­den­ker, ziel­füh­ren­de, soli­da­ri­sie­ren­de Ori­en­tie­rungs­hil­fe für das töd­lich bedroh­te Gemein­wohl zu lei­sten, um mit­zu­hel­fen, ein Pri­mat der Welt­po­li­tik: Schwer­ter zu Wind­rä­dern und Son­nen­kol­lek­to­ren zeit­nah durch­zu­set­zen, bevor es für immer zu spät ist!